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[Ría de Celestún] [Fauna] [Vögel] [Flora]

Spezielles Biosphärenreservat "Ría de Celestún"

Lage

90 km westlich von Mérida, Yucatán (Staatsstrasse Nr. 281) und 216 km nördlich von Campeche, Campeche (Staatsstrasse Nr. 180), am westlichsten Punkt der Halbinsel Yucatán am Golf von Mexico.

Grösse

Total 59'130 Hektaren, verteilt auf zwei Bundesstaaten: 25'000 Hektaren gehören zum Bundesstaat Yucatán (Gemeinde Celestún) und 34'000 Hektaren zum Bundesstaat Campeche (Gemeinde Calkini).

Status

Am 19. Juli 1979 wurde das Gebiet von der Bundesregierung zum Naturschutzgebiet erklärt. Aufgrund seiner grossen Bedeutung als Nahrungsplatz für den amerikanischen Flamingo und viele andere Wasservögel wurde der Status 1989 zum "Speziellen Biosphärenreservat" aufgewertet.

Spezielle Biosphärenreservate sind Gebiete mit einem oder mehreren ökologischen Systemen, die nicht durch Menschenhand geändert oder gestört wurden. Diese Gebiete sind Habitate für endemische und/oder vom Aussterben bedrohte Tiere.

Mexico hat heute 44 Nationalparks, 13 Spezielle Biosphärenreservate, 16 Biosphärenreservate, 8 Naturschutzgebiete, 3 Naturmonumente und 2 Marineparks.

Das Dorf

Celestún bedeutet "bemalter Stein". Die pittoreske Hafenstadt hat einen 12 Meter hohen Leuchtturm mit 4 kurzen Leuchtfeuern. Kultur und Traditionen der alten Maya, die vor allem vom Fischfang lebten, werden von den etwa 4600 Einwohnern noch immer gepflegt.

Wirtschaft

Fischerei (Tintenfisch, Barsch, Krabben, Garnelen), Salzgewinnung, Landwirtschaft (Mais und Zitrusfrüchte), Tagestourismus und zunehmend Ökotourismus.

Klima

Warm und halbtrocken. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 26.4 ºC. Mai ist der heisseste Monat mit durchschnittlich 28.7 ºC, Januar der kühlste mit 23.4 ºC. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt rund 777 mm. Der niederschlagreichste Monat ist September mit 166 mm, am wenigsten Regen fällt im März mit 5.2 mm. Über 80% der jährlichen Niederschläge fallen von Juni bis September. Detaillierte Informationen zum Klima finden Sie hier »»

Lebensräume

Dünen- und Buschvegetation (11%):

Im Reservat können 2 grosse Vegetationsgruppen unterschieden werden: 1) Dünenvegetation in Ufernähe, die gegen extreme Bedingungen wie hohe Salzwerte, starke Winde und grosse Ebbe- und Flutunterschiede resistent ist. 2) Buschvegetation im Landesinnern, die extreme Bedingungen schlechter verträgt.
In Celestún gibt es eine interessante Mischung aus tropischer Savanne und tropischen Laubwäldern, und Sie können hier exotische Arten von Palmen, Kakteen, Bromelien und Orchideen finden.

Lagune (9%):

Die "Ría de Celestún", wie die Salzwasserlagune genannt wird, ist 22.5 km lang und hat eine durchschnittliche Breite von 1.25 km. Das ungewöhnliche Erscheinungsbild wird durch die typische Flora und Fauna der trockenen Tropen geprägt. Die Lagune erstreckt sich Nordosten nach Südwesten und hat eine rechteckige Form. Im südlichsten Teil verbindet sich die Lagune durch eine 460 m breite Mündung mit dem Golf von Mexico.

Mangrovenwälder (59%):

Die Mangrovensümpfe gehören zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Mangroven sind höchst effizient beim Umwandeln von Sonnenlicht in organisches Material. Dieses ist Nahrungsquelle für zahlreiche wirlbellose Tiere, die wiederum als Nahrung für Fische, Vögel und Säugetiere dienen.
Mangroven sind salzwasserresistent und können darum in Gebieten gedeihen, wo andere Pflanzen keine Überlebenschancen haben. Sie sind ausserdem bestens an anoerobische (sauerstoffarme) Bodenbedingungen angepasst. Die schwarze Mangrove (Avicennia germinans) bildet röhrenähnliche Sprossen, die an die Oberfläche gelangen und Sauerstoff zu den Wurzeln transportieren können. Die rote Mangrove (Rhizophora mangle) hat ähnliche Atmungskanäle in ihren gebogenen Luftwurzeln.

"Petenes" (2%):

"Petenes" sind eigene Ökosysteme, Vegetationsinseln, die es nur an drei Orten auf der Erde gibt: auf der Yucatán-Halbinsel, in Kuba und im südlichen Florida. Das Leben dieser Ökosysteme dreht sich um einen "Cenote", eine natürliche Süsswasserquelle. Hier gibt es eine vielfältige Tierwelt, und das Hauptmerkmal der "Petenes" sind edle Hartholzbäume wie Chicle (Manilcara zapota), Chaca (Bursera simaruba), Tulipán (Malvaviscus arboreus), Zeder (Ficus tecolutensis), Anona (Annona glabra) und Sabal (Sabal yapa), der bis zu 25 m hoch werden kann.

Da es diese speziellen Ökosysteme nur in drei relativ kleinen Regionen auf der Welt gibt, sind sie aussergewöhnlich wertvoll und rechtfertigen die Anstrengungen von Umweltschützern, sie in ihrem natürlichen Zustand zu erhalten.

Sümpfe (5%)

Fauna

Hauptüberwinterungsplatz für Flamingos, Eiablageplätze für vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten, endemische Pflanzen und Vögel, zahlreiche Fischarten und andere Meerestiere, hochproduktive Mangrovenwälder, zwei vom Aussterben bedrohte Krokodilarten, Zugvögel, Wasser- und Singvögel. Erfahren Sie mehr über die Tierwelt auf unserer Fauna-Seite »»

Anreise

Öffentliche Busse fahren stündlich ab Mérida (Ecke 50. und 67. Strasse). Wenn Sie von Mérida mit dem Auto anreisen, verlassen Sie die Stadt im Süden und fahren Richtung Uman, wo Sie beim grossen Platz rechts abbiegen, oder sie verlassen Mérida im Westen und fahren an Caucel vorbei nach Hunucmá. Weitere Informationen über Transfers und Anreise finden Sie hier »»

Aktivitäten in Celestún

Bootsfahrten

Unternehmen Sie eine Bootsfahrt zur Lagune (Ria de Celestún) und lassen Sie sich von der beeindruckenden Vielfalt an Vögeln beeindrucken! Bis zu 18000 Flamingos können hier auf einmal gesehen werden - ein unglaubliches rosarotes Spektakel. Entdecken Sie die Mangrovensümpfe und nehmen Sie ein Bad in einer der Frischwasserquellen.

Der Strand

In Celestún gibt es kilometerlange, unberührte Sandstrände. Hier können Sie abseits von jedem Rummel die Sonne und das warme, smaragdgrüne Meer des Golfs von Mexico geniessen.

Meeresfrüchte

Kein Aufenthalt in Celestún ist vollständig ohne den Besuch eines der Spezialitätenrestaurants am Wasser, wo Sie die frischesten Meeresfrüchte bekommen, die Sie sich vorstellen können.

Vogelbeobachtungen

Vogelfreunde suchen mehr in Celestún als nur Flamingos: Hier gibt es 320 Arten von Vögeln! Nehmen Sie an einer ausgedehnten Vogelbeobachtungstour mit spezialisiertem Reiseleiter teil, um diese Artenvielfalt zu bestaunen. Ein Ausflug dauert etwa sieben Stunden, und Sie werden Vögel sowohl an Land wie zu Wasser beobachten können. Zur Liste der Vögel »»

Fischen

Nach diesem Ausflug kommen Sie bestimmt nicht mit leeren Händen in Ihr Hotel zurück! Der Reichtum an Phytoplankton im Golf von Mexico garantiert einen guten Fang. Und der Küchenchef wird Ihren Fang gerne nach Ihrem Geschmack zubereiten.

Nächtliche Bootsfahrten

Auf diesem aufregenden Ausflug werden Sie Tiere sehen, die sich bei Tag nicht blicken lassen. Sie jagen nachts, während andere Tiere schlafen: Krokodile, Kahnschnäbel, Krabbenreiher, Virginia-Uhus, und viele mehr. Der Ausflug dauert etwa 2 ½ Stunden und deckt etwa 30 km der Lagune ab.

Was man tun und was man nicht tun sollte

Tun: Unternehmen Sie einen Ausflug mit dem Boot, um Flamingos und andere Tiere yu sehen, aber verlangen Sie nicht von Ihrem Bootsführer, dass er die Flamingos erschreckt und sie zum Fliegen zwingt (dies ist illegal!).

Tun: Machen Sie einen nächtlichen Spaziergang am Strand im Sommer oder Herbst, um nistende oder gerade geschlüpfte Schildkröten zu sehen, aber stören Sie sie nicht, wenn Sie welche finden.

Nicht tun: Verlassen Sie Celestún nicht, ohne die frischen Meeresfrüchte gekostet zu haben!

 

 

Rosarote Flamingos
Mangroven
Mangrove
Typische Landschaft
Sonnenuntergang im Eco Paraiso

 
 

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