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[Ría de Celestún]
[Fauna] [Vögel]
[Flora]
Seltene und endemische Vögel
Yucatan Zaunkönig
Campylorhincus yucatanicus
Der Yucatan Zaunkönig ist ein endemischer Einwohner im
Norden der Halbinsel von Yucatan und besiedelt einen sehr eingeschränkten
Lebensraum von ungefähr 1,120 km², der sich von Celestun
bis zu Ria Lagartos und vom Strand bis knappe 3 bis 5 km ins
Landesinnere ausstreckt. Er bewohnt auch Gebiete wie die Küstendüne
und das Unterholz der Wälder.
Aufgrund dieser Bedingungen wird er als eine gefangene Spezies
betrachtet, d.h. eine Tierart (oder auch eine Pflanzenart),
die auf einem sehr kleinen Lebensraum lebt. Wenn dieser Lebensraum
durch irgendwelche Naturkatastrophen (Hurrikane) oder andere
Klimaumstände (Strassen- oder Hausbau) geändert
wird, dann kann es zur Ausrottung kommen.
Nahrung: Der Yucatan Zaunkönig sucht verborgen im Boden
nach Insekten, Eidechsen und sogar Früchten. Selten riskiert
er es auf offenen Bereichen. Er fliegt sehr kurze Strecken
und vermeidet es, über offenes Gebiet zu fliegen.
Balz und Nisten: Wenn das Männchen die nötige Reife
erreicht hat, baut es einige Nester auf einem Baum; es beginnt
dann mit seinem Gesang, um das Weibchen anzulocken. Das Weibchen überprüft
die Nester, und wenn es sie ablehnt, dann rekonstruiert das
Männchen die Nester und errichtet sogar mehr, sodass der
Baum danach wie eine Nestkolonie aussieht, ein Umstand, der
die Raubtiere verwirrt.
Fortpflanzung: Sobald das Weibchen ein Nest auswählt,
paaren sie sich, und das Gelege besteht aus 3 bis 4 Eiern.
Beide Elternvögel kümmern sich abwechselnd um die
Ausbrütung und das Füttern. Sie holen den Nestlingen
Nahrung, entsorgen ihre Ausscheidung und sorgen dafür,
dass gute hygiensiche Bedingungen im Nest erhalten bleiben.
Die Jungvögel sind ungefähr in einem Monat selbstständig
und reifen in einem Jahr.
Bestand: Im Moment ist ihr Zustand auf der Düne sehr
gesund, aber, wie vorher erwähnt, kann der Bestand durch
menschliche Entwicklung und natürliche Phänomene
wie Hurrikane und Feuer ernsthaft beeinträchtigt werden.
Dies kann sie dazu zwingen, einen noch kleineren Lebensraum
zu teilen, was zur Inzucht und zur Schwächung aufgrund
der schlechten genetischen Veränderung führen könnte.
Interessante Tatsachen: Die Nester werden unter anderem (Palmen
und Agave-Fasern) mittels wilden Baumwollefäden, die die
Samen noch enthalten, gefertigt. Sobald die Nistperiode zu
Ende ist und die Nester zerfallen, werden die Baumwollesamen
mit dem notwendigen Düngemittel "eingepflanzt" und
dadurch wird die Baumwollepflanze über die Dünen
verbreitet.
Das Vorhandensein dieses Vogels ist ein Zeichen für ein
gesundes Ökosystem.
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Schwarzkehlwachtel
Colinus nigrogularis
Der Name Wachtel leitet sich vom Ruf ab, der die Wachtel von
sich gibt. Es ist die einzige Wachtel, die die nördliche
Hälfte der Yucatan-Halbinsel bewohnt und sie lebt im Schrubbenwald
und im Küstendünewald. Die Schwarzkehlwachtel ist
auch in Guatemala und Honduras vorhanden, aber als eine zerlegte
Population.
Es wird angenommen, dass die Schwarzkehlwachtel mit der Virginiawachtel
verwandt ist; die Schwarzkehlwachtel ist während einer
langen Zeit isoliert worden und erwarb dadurch unterschiedliche
Eigenschaften und entwickelte sich in eine andere Sorte.
Wachteln sind Bodenbewohner, aber während der Paarungszeit
hockt das Männchen häufig auf erhöhtem Gebüsch,
wo es – bereits mit einem schön entwickelten Gefieder – durch
den Paarungsruf das Weibchen anlockt. Sein Ruf zieht viele
Weibchen an, kann aber auch Raubtiere wie den grauen Fuchs,
Waschbären, Opossums und wilde Katzen anziehen. Wenn die
Wachtel auf einer erhöhten Stelle hockt, dann hat sie
eine bessere Sicht auf Raubtiere. Falls ein Fressfeind auftaucht,
dann bleiben sie eine lange Zeit leise.
Wenn das Männchen den Raubtieren entgeht, dann schlägt
es seine kurzen Flügel und macht dabei einen lauten klatschenden
Ton, der die Raubtiere stört und warnt so seine möglichen
Weibchen vor der Gefahr. Das Abfliegen eines einzigen Vogels
löst den Flug aller anderen aus.
Nahrung: Diese leise Wachtel geht für die Futtersuche
auf den Boden und sucht vor allem nach Pflanzensamen und Früchten,
kann sich aber auch von Insekten ernähren. Die Gruppen
werden aus Familien gebildet, die ein gewisses Territorium
errichten. Im ersten Jahr verlassen die Männchen die Familie
und suchen nach Weibchen, um eine neue Gruppe zu bilden.
Fortpflanzung: Weibchen können 8 bis 12 Eier ablegen,
fast jeden Tag eins. Sie brüten die Eier erst aus, nachdem
das letzte Ei abgelegt wurde. Das sichert eine synchronisierte
Brüte, ein wichtiger Punkt, da die Nestlinge mit einem
Nestflüchter-Verhalten ausgebrütet werden. Nestflüchter
bedeutet, dass die Jungvögel mit offenen Augen und mit
Brutgefieder geboren werden, welches sie vor Regen und Wind
schützt. Da der Geruch von den hintergebliebenen Eiern
die Fressfeinde anzieht, müssen sowohl das Weibchen wie
auch die Nestlinge das Nest verlassen. Synchronisierte Brüte
und das Nestflüchter-Verhalten erlaubt ihnen, schon nach
dem ersten Tag der Brüte wegzugehen. Nach drei Wochen
können die Küken den Raubtieren mittels ihrer kurzen
Flügel entfliehen.
Bestand: Wegen seiner limitierten Lebensraumpräferenz
und einem eingeschränkten Bereich und weil es ein Teil
der üblichen Ernährung der Mayagemeinschaften ist,
gilt diese Art Vogel als eine bedrohte Art in der Yucatan Halbinsel.
Dennoch ist die Population der Schwarzkehlwachtel weiterhin
gesund.
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Yucatan Blaurabe
Cianocorax yucatannicus
Es handelt sich um eine nomadische Sorte, die von einem Lebensraum
zum anderen wandert und nach besserer und reichlicherer Nahrung
sucht. Sobald die Nahrung gefunden wird, bauen sie ihr Revier
auf und bleiben für einige Tage dort, bis die Nahrung
knapp wird. Yucatan Blauraben jagen in grossen Gruppen
und haben einen Wächter, der auf Gefahren aufpasst,
während die anderen auf dem Boden fressen. Als eine der
organisiertesten Vogelgruppen können sie einen Angriff
abstossen und ihr Nahrungsrevier vor anderen Vögeln
und sogar vor anderen Tieren schützen.
Wegen seines weissen jugendlichen Gefieders wird der
Yucatan Blaurabe von den Einheimischen "Chel" genannt,
das auf Mayasprache blond bedeutet. Während sie wachsen,
wechseln die weissen Federn zu schwarz, und die Flügelfarbe
wird zu einem hellen königlichen Blau, das mit dem Schnabel
kontrastiert, der gelb bleibt, bis der Vogel das Erwachsensein
erreicht.
Nahrung: Er ist ein Allesfresser, bevorzugt jedoch Pflanzensamen
und Früchte. Gelegentlich fressen sie auch ein Tier, welches
sie niederschlagen.
Bestand: Der "Chel"-Blaurabe ist in der ganzen Yucatan-Halbinsel
reichlich vorhanden. Er ist auch im Campeche-, Yucatan- und
Quintana Roo-Staat in Mexiko und südlich in Nordbelize,
Nordguatemala und Mittelamerika anzutreffen.
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Schwarzer Katzenvogel
Melanoptila glabrirostris
Dieser heimlichtuerische mimische Vogel ist ein Mitglied der
Familie der Spottdrosseln und der Drescher, die zusammen eine
Gruppe bilden, die Mimidae genannt wird. Die Mimidae haben
das höchste Niveau an Stimmgebung unter den Vögeln
und die Fähigkeit, Rufe von sich zu geben, die sie von
anderen Singvögeln und Tieren erlernen und imitieren;
sie können sogar artfremde Laute wie Feuersignale, Telefonklingeln
und ein Miauen nachahmen.
Der Schwarze Katzenvogel bewohnt die Halbinsel dort, wo er
Gestrüpp und Nasswald antrifft. Es lebt normalerweise
um die “cenotes” (Drecklöcher) herum, Frischquellenwasser
und Hügelwälder. In der speziellen Celestun Biosphäre-Reserve
(Yucatan-Staat, Mexiko) wird er allgemein während der
regnerischen Jahreszeit beobachtet - August bis Dezember -
wenn er genügend Nahrung und Obdach findet. Danach verlassen
die Katzenvögel den tieferen Wald und ziehen weiter in
den Hochwald im Staat Quintana Roo (Mexiko), in Belize oder
Guatemala.
Dieser Vogel gehört zu den wenigen Vögeln, die in
der Lage sind, ihre Eier zu zählen und zu erkennen, wenn
das Nest durch ein Brutparasit wie der Rotaugen-Kuhstärling
(Brutparasite sind diejenigen Vögel, die ihre Eier in
den Nestern anderer Vogelsorten legen und die Arbeit der Ausbrütung
und Fütterung den Ersatzvögeln überlassen) missbraucht
wurde. Normalerweise wird der Parasitvogel zuerst ausgebrütet,
verlangt nach mehr Nahrung und wächst somit schneller
und grösser als der eigene Nachwuchs. Diese Tatsache schwächt
die Sorte des Wirtvogels und gefährdet das Überleben
dieser Gattung.
Der Schwarze Katzenvogel ist polygam - er kann zwei Nester
gleichzeitig haben, die er regelmässig mit Lebensmittel
beliefert.
Nahrung: Der Schwarze Katzenvogel sucht leise nach Futter
und wird oft gehört, wie er in der Laubdecke auf der Suche
nach Insekten, Samen und Beeren herumpickt.
Fortpflanzung: Er macht ein schälenformiges Nest, wo
er normalerweise zwei grünlich blaue Eier legt. Es werden
Nesthocker ausgebrütet, die mit geschlossenen Augen und
ohne Wahrnehmung und ohne Koordinationssinn zur Welt kommen.
Sie bleiben im Nest und werden von ihren extrem territorialen
und schützenden Eltern gefüttert.
Bestand: gängig.
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Yucatan Specht
Melanerpes pygmaeus
Der Yucatan Specht ähnelt dem Goldstirnspecht, allerdings
im Miniaturformat. Bei bewölktem Himmel oder gegen das
Licht ist es manchmal schwierig, diese Vögel einzustufen.
Die einfachste Art und Weise, einen vom anderen zu unterscheiden,
ist durch das Verhältnis der Schnabellänge im Vergleich
zur Kopflänge. Die Grösse des Schnabels des Yucatan
Spechts ist kleiner als die Grösse des Kopfes, während
der Schnabel eines Goldstirnspechts gleich lang oder sogar
länger als sein Kopf ist.
Er war einmal gängig im Nordufer der Yucatan-Halbinsel,
aber die Population ist sehr von der lebensgefährlichen
gelb-färbenden Krankheit der Kokosnusspalme betroffen
worden, einer Krankheit, die diese schöne Pflanze vermindert
hat. Die Kokosnusspalme stellte den Hauptlebensraum vom
Specht dar und versorgte diesen mit Nahrung, Schutz und Boden
zum Nisten.
Eine interessante Tatsache ist, dass Spechte nicht wie
andere Vögel hocken bleiben können, wenn sie schlafen
oder stillstehen aufgfund ihrer Adaptation zum Klettern. Sie
besitzen paarig gestellte Zehen, von denen zwei nach vorn,
zwei nach hinten gerichtet sind und einen speziell steifen,
spitzen Stützschwanz, der sie in die übliche vertikale
Position vorwärts gehen lässt, ein Rückwärtsgehen
jedoch verhindert. Der Yucatan Specht kann sich während
einer langen Zeit am gleichen Platz festklammern und am gleichen
Platz bleiben.
Nahrung: Er ernährt sich von Käferlarven und Früchten.
Wenn er Papayafrucht isst, dann gräbt er ein Loch
und dringt zur bequemeren Zufuhr in die Frucht ein.
Fortpflanzung: Über die Nist-Gewohnheiten des Yucatan-Spechts
ist wenig bekannt. Eier sind noch nicht beschrieben worden,
sind aber auf toten Palmen gesehen worden. Die von beiden Geschlechtern
durchgeführte Ausbrütung dauert schätzungsweise
12 bis 14 Tage. Nestlinge werden bis zu 21 Tage mit Nahrung
versorgt. T.C. Maxwell [ Melanerpes 1998 ] berichtete, zwei
Jungvögel nach 21 Tagen gefunden zu haben.
Bestand: Da die Verbreitung grösser als andere endemische
Sorten ist, gilt er als gängig.
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Kahnschnabel
Cochlearius cochlearius
Der Kahnschnabel ist ein Meisterstück der Entwicklung
mit vielen unterschiedlichen Anpassungen, wie zum Beispiel
seinem ungewöhnlich breiten Schnabel und seiner nächtlichen
Jagdgewohnheit, die ihm einst die Möglichkeit gab, zu überleben.
Der sehr grosse Schnabel verhilft ihm, Krebstiere, Insekten
und Fische zu fangen, womit er auch die Krebsschale öffnen
kann. Aufgrund der schrumpfenden Krebsbevölkerung wegen
Umweltverschmutzung wandelt sich diese Schnabelanpassung zurück
zum Reiher.
Er bewohnt ganzjährig die Mangrovesümpfe, ist auch
im Hügelwald und manchmal in den Drecklöchern anzutreffen.
Er ist sehr empfindlich gegenüber jeglicher Art Umweltschutz,
sodass der Vogel als Indikator benutzt wird, um Probleme im
Mangrovesumpf zu beobachten. Wenn zum Beispiel Wasser verschmutzt
wird, hat dies zur Folge, dass die Krebse massiv getötet
werden. Wegen Mangel an Nahrung verlässt der Kahnschnabel
den Platz; auch wenn die Ortschaft durch Tourismusboote besucht
wird, dann verlässt er den Platz. Kahnschnabel sind
Nachtbewohner und hängen viel von ihrem guten Blick ab,
um Nahrung zu finden, sie sind jedoch mehr von ihrer lauten
Stimmgebung abhängig, um ihr Revier abzugrenzen und um
die Mitglieder der Gruppe im dicken Mangrovesumpf zusammen
zu halten.
Nahrung: Als Nahrung bevorzugen Kahnschnabel hauptsächlich
Blaukrabbe, Minkerkrabbe, gefleckte Mangrovekrabbe und Insekten.
In Zeiten, wenn die übliche Nahrung knapp wird, kann er
Plankton vom Wasser filtrieren.
Fortpflanzung: Während der Brutzeit paaren sie immer
zu zweit und teilen das Nisten und die Ernährung der Jungvögel,
aber wir wissen nicht, ob sie in der darauffolgenden Brutzeit
zusammen bleiben. Das Balzverhalten während der Brutzeit
ist eine Aufstellung von sanften Aufrufen und gegenseitiges
Putzen. Sie legen 3 bis 4 grünliche Eier, eins jeden Tag.
Die Ausbrütung beginnt mit dem ersten gelegten Ei, folglich
ist die Ausbrütung nicht synchronisiert. Da die Eier in
Abständen von einem Tag ausgebrütet werden, erhält
am Anfang der erste Nestling mehr Nahrung und wird von seinen
Eltern wahrscheinlich mehr Nahrung verlangen, dadurch lässt
er die anderen mit geringer Wahrscheinlichkeit, Nahrung zu
erhalten und zu überleben. In Zeiten, wenn Nahrung reichlich
vorhanden ist, können die Eltern die vier Nestlinge aufziehen,
aber wenn Nahrung knapp ist, kann normalerweise das Kleinste
oder Schwächste sterben.
Bestand: spärlich und bedroht in einigen Teilen des Golfs
von Mexiko, doch mit einer gesunden und stabilen Population
in der Biosphäre-Reserve von Celestun. In Zentral- und
Südamerika ist er mehr vorhanden.
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Nacktkehlreiher
Trigrisoma mexicanum
Während der Brutzeit erhält der Nacktkehlreiher
ein wie vom Rohrdommel ähnliches Gefieder, das der Farbe
und den Streifen eines Tigers ähnelt, ein Muster, das
ihm verhilft, sich im Mangrovesumpf zu verbergen. Während
des Wachstums verliert er die Federn mehrmals, um das Erwachsengefieder
zu erhalten. Nacktkehlreiher sind tagaktiv, können aber
auch in der Nacht aktiv werden. Diese Vögel leben im Mangrovesumpf,
in Süsswasserhabitaten, Hügelwäldern und
in den Sümpfen.
Nahrung: Nacktkehlreiher jagen geduldig und bleiben während
langer Zeit auf der gleichen Stelle bis Fische vorbeischwimmen,
um diese aufzuspeisen. Er ernährt sich hauptsächlich
von Fischen und Fröschen, erbeutet aber auch Krebstiere
und Babykrokodile.
Fortpflanzung: Der Nacktkehlreiher ruft in der Dämmerung
und sein Quak-Quak-Ruf widerhallt im tiefen Mangrovewald, ein
Ruf, der von anderen Nacktkehlreiher gehört wird. Diese
Rufe verhelfen ihnen, ihr Revier zu begrenzen und ihre Weibchen
zu finden. Nach der Brut errichtet der Nacktkehlreiher aussergewöhnlich
hoch in einem Baum ein Nest, wo das Weibchen zwei bis drei
9 cm lange Eier legt. Nestlinge schlüpfen mit einem weissen
Gefieder und wachsen sehr schnell. Innerhalb von drei Wochen
sind die Jungvögel zu kurzen Flügen fähig; bis
zum zweiten Monat sind sie vollständig unabhängig,
werden jedoch ihr Muttergebiet zum Fischen benutzen und häufig
wieder ins Nest gehen, um zu schlafen. Die Elternvögel
können mit einer anderen Brut beginnen, auch wenn die
Jungvögel noch in ihrer Gegend sind. Dennoch werden Jungvogel
als Helfer im Nest angesehen und füttern ihre jungen Geschwister.
Dies hilft ihnen, das Nist-Verhalten zu erlernen.
Bestand: selten und verstreut. Sie bauen lang begrenzte Territorien
auf, in denen sie normalerweise nisten und jagen.
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Elizakolibri
Doricha eliza
Der mexikanische Elizakolibri bewohnt die Nordküste der
Yucatan-Halbinsel und ist vermutlich auch in einem Teil des
inländischen tropischen Waldes in Veracruz vorhanden.
Der mexikanische Elizakolibri gilt als eine quasi endemische
Sorte aufgrund der abgetrennten Population in Veracruz und
Yucatan. Der mexikanische Elizakolibri ist sehr territorial
und verteidigt seinen Platz vor anderen Vögeln wie der
Goldamsel, der Spottdrossel und anderen Kolibris. Der mexikanische
Elizakolibri markiert sein Territorium durch hohes Fliegen
in Kreisen.
Nahrung: Der mexikanische Elizakolibri hat einen langen und
ungebogenen Schnabel, der ihn Blütennektar aus den unterschiedlichen
Blumenarten sammeln lässt. Er ernährt sich ebenfalls
von kleinen Insekten.
Brütung: Weibchen werden in Balzflügen umworben,
das Männchen fliegt hoch nach oben und fliegt dann nach
unten sehr nah an das Weibchen heran und schlägt es dabei
fast. Während das Männchen gegen das Tageslicht und
in Richtung Weibchen fliegt, reflektiert seine irisierende
Kehle die unterschiedlichen hellen Farben und erhält somit
die Aufmerksamkeit des Weibchens. Nach dem Balzen errichtet
das Weibchen das Nest mit Laubstreu und verklebt diese mit
Spinnwebe. Dann legt sie ein einziges Ei, welches sie ausbrütet.
Sie kümmert sich allein um den Nestling. Die Jungvögel
werden sehr winzig geboren, ohne Federn und ohne entwickelte
Augen, folglich sind sie abosult abhängig von der Mutter.
Bestand: reichlich vorhanden und üblich in der Küstendüne.
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Mangrove Baumwaldsänger
Dendroica petechia [erithacorides]
Der Mangrove Waldsänger ist eine andere isolierte Population
des Schnäpperrohrsängers (eine wandernde Sorte).
Das Männchen dieser Unterart unterscheidet sich vom Schnäpperrohrsänger
durch seinen roten Kopf und das Weibchen ist graulich gefiedert
anstatt grünlich gelb wie das Weibchen der Unterart Schnäpperrohrsänger.
Einige Behörden stufen diesen Vogel als eine untergeordnete
Gattung des Schnäpperrohrsänger ein; folglich stellt
sein dritter Name die Unterart dar, die in Klammern geschrieben
ist [ ].
Nahrung: Ernährt sich im Mangrovewald von Würmern
und Insekten. Gelegentlich sind sie auch gesehen worden, wie
sie Blumen verzehren und schwarze Mangrove fressen.
Fortpflanzung: Brütet im Mangrovewald, wo er ein Nest
aus Zweigen errichten, in dem das Weibchen drei Eier legt.
Im Vergleich zum Schnäpperrohrsänger ist die Überlebensrate
niedrig, aber die Brutzeit ist länger, und er kann dadurch
zweimal während der Jahreszeit (März bis August)
nisten. Diese Nestlinge sind vor allem von Spitznattern bedroht,
die normalerweise die Eier vom Nest stehlen, wenn die Eltern
abwesend auf Futtersuche sind. Das geschieht in der Regel am
Anfang der Eierlegung, wenn die Eltern das Nest ohne Aufsicht
hinterlassen, aber die Weibchen sind in der Lage, weitere Eier
zu legen.
Bestand: Es gibt eine reichlich vorhandene Population, aber
es handelt sich um einen spezialisierten Mangrovensumpf-Bewohner.
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Yucatan Schopftyrann
Myiarchus yucatanicus
Der Yucatan Schopftyrann ist ein Mitglied des Myiarchus-Genus
von Tyrannen, die sehr schwierig einzustufen sind. Die Spezies,
die dem Tyrann am meisten ähnelt, ist der Cayennetyrann
und der Schwarzkopf-Haubenschnäpper. Der Yucatan Schopftyrann
hat grössere Augen, ein blass grauliches Genick, das seinem
Rückteil ähnelt, während der nördliche
Buschfliegenstecher einen dunkleren Kopf und rötliche
Flügel- und Schwanzfedern hat. Die Stimmgebung beider
Vogelarten ist ähnlich, es ist also schwierig diese durch
ihre Stimme zu identifizieren.
Nahrung: Der Yucatan Schopftyrann hat ein jagendes Nahrungsverhalten.
Bei der Jagd sitzt dieser auf einem Ast, fliegt weg, schnappt
das gesichtete Insekt und kehrt dann zum gleichen Ast zurück.
Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten, frisst
aber auch Samen und Früchte, wenn Insekten nicht vorhanden
sind.
Fortpflanzung: Der Yucatan Schopftyrann nistet in drei Baumhöhlen,
die Eiablage besteht aus zwei bis drei Eiern, die Brutzeit
findet in den letzten Monaten der trockenen Jahreszeit (Mai
bis Juni) statt. Wenn die Nestlinge ausgebrütet sind,
ist es bereits anfangs der Regenzeit und Nahrung ist einfacher
zu finden. Der Rotaugen-Kuhstärling befällt das Nest
des Schopftyrann und legt eines seiner Eier ab. Das Ei des
Rotaugen-Kuhstärling wird somit durch den Schopftyrann
ausgebrütet und er hat sogar die Aufgabe, den Nesthocker
aufzuziehen. Dieser Jungvogel wächst innerhalb weniger
Tage und verlangt mehr Nahrung von den Gasteltern, was die
eigenen Jungvögel des Schopftyranns zum Verhungern führen
kann. Sehr selten sind Yucatan Schopftyranne wie auch andere
Vögel in der Lage, sowohl Nesthocker wie auch die eigenen
Nestlinge aufzuziehen.
Bestand: Es handelt sich um eine gesunde Population, die jedoch
von der hohen Gefahr des Parasitismus duch den Seidenkuhstärling
bedroht ist, eines der schlimmsten Brutparasiten.
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Yucatan Schwalbe
Stelgidopteryx ridgwayi
Die Yucatan Schwalbe ist eine Restunterart der nördlichen
Rauhflügelschwalbe. Die Population der Yucatan Schwalbe
wurde vermutlich während einer Eiszeit auf einer Migrationsroute
zurückgelassen oder bei irgend einem geologischen Vorfall.
Da sie für eine lange Zeit isoliert geblieben ist, wurde
diese Art unabhängig und hat sich mit unterschiedlichen
Eigenschaften entwickelt, die zu einer Form von Artenbildung
führte (auf dem Weg, eine andere Spezies zu werden).
Im Winter kommt es oft vor, dass beide Sorten, also die nördliche
Rauhflügelschwalbe und die Yucatan Schwalbe gesehen werden,
was ihre Differenzierung erschwert. Die einfachste Weise, die
Yucatan Schwalbe zu erkennen, ist nach zwei weissen Punkten
an der Stirn zu suchen wie auch eine dunkle Spitze im inneren
Schwanz. Einige Instituionen betrachten die Yucatan Schwalbe
als eine eigene Spezies, was aber noch nicht von der AOU (Verein
Amerikanischer Ornithologen) anerkannt worden ist.
Nahrung: Diese Vogelart ernährt sich von Insekten wie
z.B. Moskitos, Wasserwanzen, Fliegen und Schmetterlingen und
ist auch gesehen worden, vom tropischen Früchtebaum Gumbolimbo
zu fressen.
Fortpflanzung: Über das Brutverhalten ist wenig bekannt,
obwohl man Berichten aus Celestun entnehmen kann, dass vier
Eier in einem Zweignest auf einer Säule eines verlassenen
Hauses gesehen worden sind. Die Schwalbe ist auch gesehen worden,
in den Höhlen (Calcetohk) von Maxcanu genistet zu haben.
Diese Nester wurden kollektiv mit den Höhleschwalben errichtet.
Bestand: Gängig im Yucatan-, Campeche- und Quintana Roo-
Staat in Mexiko, wie auch in Guatemala und in Belize.
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Goldtrupial
Icterus auratus
Der Goldtrupial ist eine endemische Spezies der Yucatan-Halbinsel.
Yucatan beherbergt eine grosse Anzahl von Trupialen und
deren Kennzeichnung wird dadurch erschwert. Der Maskentrupial,
der Altamiratrupial und der Orangerückentrupial ähneln
dem Goldtrupial sehr. Eine gute Art und Weise, um den Goldtrupial
von den anderen Sorten zu unterscheiden, ist aufgrund von zwei
Merkmalen: ein gelber Rücken und weisse Flügelstreifen.
Der Maskentrupial und der Altamiratrupial bestizen eine schwarze
Rückenseite; der Orangerückentrupial hat keine Weissflügelstreifen.
Ernährung: Goldtrupiale durchbohren die Blumenbasis,
um den Nektar saugen zu können. Sie hacken auch an der
Zweigstelle von Blättern und Ästen vom Yagrumo-Baum
(Cecropia obtusifolia) und erhalten somit eine zuckerhaltige
Flüssigkeit, die für die aztekischen Ameisen bestimmt
ist. Sie fressen auch Orangen, Honigtau und Insekten.
Fortpfanzung: Der Goldtrupial ist dabei gesehen worden, mit
anderen Mitgliedern seiner Familie wie den Maskentrupialen
und Antillentrupialen Nester aufzurichten, aber auch mit der
Glanzkatzendrossel der Mimidae-Familie. Kollektives Nisten
versieht die Gruppe mit mehr Augen, um auf Fressfeinde aufzupassen
und bietet zudem die Möglichkeit, Nahrung zu finden, indem
sie den anderen Vögel folgen. Das Nest wird mit Fasern
von Agavepflanzen und Palmen gebaut, Fasern , die verfelchtet
werden, um eine handgrosse Schale zu bilden, wo sie zwei bis
vier Eier ablegen.
Bestand: Gängig und reichlich vorhanden auf der Yucatan-Halbinsel.
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Erzfischer
Chloroceryle aenea
Der Erzfischervogel ist der kleinste Vertreter seiner Familie
auf dem ganzen amerikanischen Kontinent. Der Grünfischer
stellt eine Gattung dar, die mit ihm eng verbunden ist, und
beide Arten sind als Schwesterarten bekannt, da sie sich sehr ähneln.
Der Erzfischer bewohnt die Yucatan-Halbinsel und ist in Mittelamerika
auch vorhanden; der Grünfischer ist in Südamerika
anzutreffen. Der Erzfischer wohnt im Mangrovewald, in Sümpfen,
im hügeligen Wald und in Süsswasserquellen. Sein
Kopf und Schnabel sind ungefähr gleich lang wie Körper
und Schwanz.
Nahrung: Er hockt auf Mangrovewurzeln und Ästen knapp über
dem Wasser, wo er normalerweise bleibt und seinen Kopf hin
und her wippt. Wenn er einen Fisch erbeuten will, dann stürzt
er sich ins Wasser und holt den Fisch heraus. Wenn der Fisch
zu gross ist, tötet der Vogel den Fisch, indem er
ihn auf einem Zweig von einer Seite zur anderen schlägt.
Dieses Vorgehen macht gleichzeitig das Fischfleisch weich,
bevor er es frisst. Erzfischer ernähren sich auch
vom mexikanischen Fleckbuntbarsche (Cichlasoma urophthalmus),
vom Segelkärpfling (Poecilia velifera), von Guppies und
einigen Insekten.
Fortpflanzung: Beim Balzen rufen Männchen nach Weibchen
mit ihren Klappernden- und Zwitscherndentönen, und während
sie rufen bleiben sie auf den Ästen mit flatternden Flügelbewegungen.
Dabei sind mehr als zwei Männchen oder Weibchen vorhanden.
Weibchen legen vermutlich die Eier auf Sandhäufen und
Termitenhügeln nahe am Wasser.
Bestand: gängiger Bewohner des Mangrovewalds.
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Goldzügelamazone (Papagei)
Amazona xantholora
Die Goldzügelamazone ist ein endemischer und gefährdeter
Einwohner der Yucatan-Halbinsel (im Yucatan-, Campeche- und
Quintana Roo-Staat in Mexiko und in Belize und Guatemala).
Die Goldzügelamazone ist mit der Weissstirnamazone
verwandt, und beide sehen sich sehr ähnlich - selbst wenn
sie still stehen können beide verwechselt werden. Eine
einfache Besonderheit der Goldzügelamazone ist der gelbe
Zügel (folglich wird dieser Vogel auch Goldzügelamazone
genannt), sie hat einen dunklen Ohrflecken, und das Männchen
hat eine rote Schulter.
Nahrung: Die Goldzügelamazonen unternehmen eine lange
Reise auf der Suche nach Früchten, Samen und Insekten
von ihrem Schlafplatz bis zu ihrem Fressplatz. Der scharfe
Hakenschnabel verhilft ihr, jedes mögliche Keim zu knacken,
um die Nuss aufzufressen, aber der Schnabel wird auch
dafür eingesetzt, um Rinde und Holz abzuziehen, wo sie
Insektenlarven finden. Fleischige Früchtebäume wie
chico-zapote (Sapodilla-Baum) und Feige, die im hügeligen
Wald gefunden werden, bilden die Nahrungsgrundlage der Amazone.
Eine coole Eigenschaft der Goldzügelamazone ist ihre
Fähigkeit, verkehrt zu essen und viele Sachen zu machen
mit Hilfe von Zehen und Schnabel. So kann sie z.B. mit einem
Zehen eine Frucht halten und daran knabbern bis die Frucht
fertig ist.
Fortpflanzung: Goldzügelamazone-Männchen können
für ein paar Jahre nach ihrem Weibchen suchen. Einmal
gefunden, bleiben sie zusammen bis zum Ende ihres Lebens. Das
Paar bohrt ein Loch im Baum oder in einem Termitenhaufen, wo
das Weibchen vier bis fünf Eier ablegt.
Bestand und Gefährdung: Es ist eine sehr bedrohte Spezies,
da die menschliche Entwicklung ihren Lebensraum beträchtlich
schrumpft. Aber noch schlimmer: da es sich um ein berühmtes,
gesprächiges Haustier handelt, wird diese Vogelart gnadenlos
gejagt. Drei oder mehr Amazonen werden getötet, um eine
zu fangen. Bitte kaufen Sie keine Amazone als Haustier - es
regt den Schwarzmarkt an und trägt zur Ausrottung dieser
schönen Spezies bei.
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Cayenneralle
Aramides cajanea
Die Cayenneralle ist ein gängiger Einwohner der Yucatan-Halbinsel,
der durch den Mangrovewald herumläuft, aber auch im unteren
Laubwald und im hügligen Wald zu sehen ist, kann aber
auch gelegentlich überall unerwartet angetroffen werden.
Normalerweise wird die Cayenneralle alleine gesehen, nur während
der Brutzeit kann man Paare sehen.
Nahrung: Sucht nach Futter im Waldboden und ernährt sich
von Krabben, Insekten, Würmern, Früchten und Samen.
Fortpflanzung: errichtet ein Nest aus Gras, Schilf und Ästen.
Sie errichtet das Nest über dem Wasser, um Raubvorfälle
zu vermeiden. Sie legt drei bis fünf Eier, die synchronisiert
19-20 Tage ausgebrütet werden. Danach ist das Männchen
für das Schützen der Jungvögel verantwortlich.
Bestand: ziemlich gängig und reichlich vorhanden.
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Braunkappenralle
Aramides axillaries
Die Braunkappenralle ist ein schüchterner Einwohner,
ausschliesslich im Mangrovewald anzutreffen. Sie ist aktiv
in der Morgen- und Abendämmerung, wenn die Flut ihren
höchsten Stand im Celestun-Meeresarm erreicht. In den
Wintermonaten November bis März werden die Meeresarm-Gezeiten
durch die Kaltfronten vom Norden stark beeinträchtigt.
Beim Ebbe-Phänomen sinkt der Wasserspiegel an der Mündung
infolge der Gezeiten, wobei die Mangrovewurzeln sichtbar werden,
was mehr Platz fuer die Rallen zur Futtersuche als Folge hat.
Nahrung: Sie folgt dem Ebbe- und Flutzyklus am Morgen und
Nachmittag auf der Suche nach kleinen Fischen, Würmern
und Insekten, die mit der Flut angespült werden. Jeden
Tag kehrt dieser Vogel zum gleichen Platz zurück, wo er
sich ernährt.
Fortpflanzung: Die Eiablage besteht aus drei bis fünf
Eiern in einem aus Zweigen errichteten Nest. Die Ausbrütung
fängt dann an, wenn das letzte Ei gelegt worden ist, so
findet die Ausbrütung auf synchronisierte Weise statt.
Junge Rallen werden mit offenen Augen und Gefieder geboren
und sind in der Lage, nach wenigen Stunden aufzustehen.
Bestand und Gefährdung: seltene und gefährdete Population,
schätzungsweise unter 10,000 Exemplare.
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Pfauentruthuhn
Agriocharis ocellata
Es gibt nur zwei Arten von Truthühnern auf der ganzen
Welt. Das Wildtruthuhn oder Erntedankfesthuhn, dass in Nordamerika
vorhanden ist und das Pfauentruthuhn, eine endemische Spezies,
die in der Yucatan-Halbinsel anzutreffen ist. Das Pfauentruthuhn
bewohnt das Tiefland der Yucatan-, Campeche- und Quintana Roo-Staaten,
wie auch das Hochland von Guatemala und Nordbelize.
Nahrung: Normalerweise wird es in Scharen angetroffnen, die
Früchte wie das Chico zapote (Sapodilla-Baum), Maulbeeren
und Feige fressen, es dringt aber auch in Maiskornplantagen
ein, wo die Pfauentruthüner nach Samen und Insekten suchen.
Wird die Bodennahrung knapp, so wird es auch dabei gesehen,
im Mittelgebüsch Früchte von Zweigen zu picken.
Fortpflanzung: Das Blazverhalten ist ähnlich wie beim
Wildtruthun. Männchen fangen an, im März und bis
Mai Rufe auszustossen. Die Balzhandlungen erfolgen auf offenen
Plätzen, wo der Hahn das Weibchen umkreist, sodass es
in der Mitte steht. Entweder ist es verblüfft oder es
flieht vor Schrecken. Ist das Weibchen bereit, dann folgt der
Tretakt. Pfauentruthüner legen ungefähr 12 Eier,
die sie allein während 27-28 Tagen ausbrüten. Nestlinge
schlüpfen mit offenen Augen und Gefieder, können
jedoch im Nest für einen Tag bleiben.
Bestand: Das Pfauentruthuhn ist in den Staaten Yucatan, Quintana
Roo, in Guatemala und Belize reichlich vorhanden, aber ausgerottet
in Tabasco und einigen Regionen in Chiapas, wo es einst gängig
war. Es gilt als eine bedrohte Spezies aufgrund des kleineren
Lebensraumes und seines köstlichen Fleisches, das sehr
von illegalen Jägern nachgefragt wird.
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